Seniorenbetreuung – In Zukunft immer wichtiger

Seniorenbetreuung

Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamtes ist im Jahr 2016 schon jeder fünfte Mensch in Deutschland älter als 65 Jahre. Dies bedeutet, dass wir in Deutschland eine anhaltende Alterung in der Gesellschaft verzeichnen. Die jungen Menschen werden immer weniger, dagegen steigt die Zahl der Senioren immer weiter. Schuld daran ist eine steigende Lebenserwartung, durch verbesserte medizinische Errungenschaften, sowie anhaltende niedrige Geburtenraten. Da es in Zukunft mehr ältere Menschen gibt, wird eine solide Seniorenbetreuung immer wichtiger.

Pflege und Versorgung der Senioren steht hierbei im Vordergrund. Doch was versteht man unter Seniorenbetreuung genau? Wer benötigt eine private Seniorenbetreuung? Wie soll die Seniorenbetreuung in Zukunft gewährleistet werden? Welche Leistungen müssen zur Verfügung gestellt werden? Dies sind Fragen, mit denen sich die Gesellschaft in mehreren Jahren auseinandersetzen muss.

 

Was versteht man unter Seniorenbetreuung?

Allgemein versteht man unter Seniorenbetreuung, die Pflege und Versorgung älterer Personen. Sie wird als Alternative zu anderen Pflege-Modellen von verschiedenen Unternehmen angeboten. Im Mittelpunkt steht die Betreuung einer älteren, pflegebedürftigen Person, die in ihren eigenen vier Wänden bleiben und weiterhin Kontakt zu ihrer Umwelt haben will. Im Rahmen der Betreuung wird diese bei der Bewältigung ihrer alltäglichen Tätigkeiten unterstützt.

Auf Anfrage können auch pflegerische Aufgaben übernommen werden. Ziel ist es, eine Unterbringung in einem Pflege- oder Altenheim so lange wie möglich zu vermeiden. Das oberste Ziel der Betreuung ist das Erhalten der Lebensqualität der älteren Menschen. Dies wird erzielt durch die Schaffung einer angenehmen Lebenssituation, mit schönen Stunden für den Betroffenen. Während der Betreuung wird mit viel Geduld versucht, die ältere Person zu einem selbstbestimmten Leben zu motivieren. Der Betroffene soll sein Leben, so gut wie möglich, weiter selbst gestalten. Durch die Betreuung in der vertrauten Umgebung, wird die Genesung und das Wohlbefinden des Betroffenen beschleunigt und dadurch das körperliche Befinden verbessert.

 

Warum Seniorenbetreuung?

Viele Senioren sind einsam, isoliert und fühlen sich oft nutzlos. Die Stunden alleine zuhause werden zur Qual. Der Kontakt zu Freunden bricht ab. Die alltäglichen Aufgaben fallen immer schwerer und das Leben wird zu einer Last. Dadurch werden die Betroffenen meist krank und können ihr Leben nicht mehr genießen. Eine einfühlsame und liebevolle Betreuung kann diesen Zustand ändern. Ältere Personen haben wieder Kontakt zu einem Ansprechpartner und eine Vertrauensperson um sich.

Mit der Hilfe einer Betreuung können ältere Personen wieder mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben und dadurch wieder mehr Freude am Leben haben. In Zukunft werden wohl sehr viel mehr Bürger als heute Pflegekräfte benötigen. Sowohl von zu Hause aus, aber auch zum Teil in Pflege- und Wohnheimen. Die Betreuung von Senioren wird ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft und eine wertvolle Unterstützung für die Betroffenen werden.

 

Was macht der Seniorenbetreuer?

Betreuung einer SeniorinSeniorenbetreuer sind nicht so wie andere Pflegekräfte. Sie sind nicht gleichzusetzen mit gesetzlichen und staatlichen Betreuern. Dieser agiert nicht als Vormund für die ältere Person. Er fungiert eher als eine Art Gesellschafter und kümmert sich um die sozialen Bedürfnisse der Betroffenen, dazu zählen geistige und seelische Probleme. Hauptaufgabe ist die Unterstützung der Senioren, damit diese ihre eigene Selbstständigkeit bewahren können.

Deshalb bietet der Betreuer verschiedene Leistungen an, wie das Begleiten der Betroffenen zu Arztbesuchen und Behördegängen, organisieren ambulante Pflege, Kontakt zu Verbänden, helfen bei den Einkäufen, reinigen die Wohnung und übernehmen die Haushaltsführung. Ein fähiger Seniorenbetreuer muss psychisch belastbar, zuverlässig, ehrgeizig sein und über Erfahrung in der Arbeit mit älteren Personen verfügen. Darüber hinaus eine große Portion Einfühlsamkeit und Empathie mitbringen.

 

Wer braucht Seniorenbetreuung?

Aufgrund des demographischen Wandels in unserer Gesellschaft gibt es immer mehr ältere Bürger. Diese können mit zunehmendem Alter nicht mehr richtig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, werden isoliert und verlieren den Kontakt. Dadurch entstehen Krankheiten wie Depressionen. Eine Seniorenbetreuung kann diesen Personen helfen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch wer benötigt eigentlich eine Seniorenbetreuung? Ist ein Mensch geistig oder körperlich nicht mehr in der Lage alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Kochen und Putzen nicht mehr ohne Hilfe zu bewältigen, dann benötigt diese Person eine persönliche Betreuung.

Auch Krankheiten wie Demenz und Altersschwäche sind Gründe für eine persönliche Betreuung. Meist kann die betroffene Person seine Bedürfnisse und Wünsche nicht mehr artikulieren und nimmt diese auch nicht mehr wahr. Zudem kann die Person nicht mehr akurat mit seinen Emotionen umgehen. Sie ist labil, verunsichert, ängstlich und reagiert aggressiv und unangemessen. Dazu kommt oft, dass Angehörige die Unterstützung und Hilfe, die die älteren Personen brauchen, nicht mehr gewährleisten können. Denn durch Beruf und Familie haben die Verwandten und Angehörigen keine Möglichkeit mehr die Senioren zu umsorgen. Die Gestaltung des Lebens aller Beteiligten leidet somit. Wenn das private Umfeld die Betreuung nicht mehr gewährleisten kann, müssen die Angehörigen eine Betreuungskraft in Anspruch nehmen. Denn im Rahmen einer Betreuung kann das Leben wieder erleichtert werden.

 

Vorteile einer privaten Seniorenbetreuung

Angehörige müssen sich oft entscheiden, ob sie ihre geliebten Verwandten in einem Pflege- oder Altenheim unterbringen, oder ob diese von zuhause aus betreut werden sollen. Viele Menschen sind sich bei dieser Entscheidung unsicher. Dabei gibt es viele Vorteile bei der Entscheidung für eine private Betreuung von zu Hause aus. In der Regel bieten viele Anbieter eine taggenaue Abrechnung an. Die Bezahlung erfolgt nur für Tage und Stunden, an denen eine Betreuungskraft vor Ort war.

Dadurch haben die Kunden die volle Kontrolle über die Kosten. Meist fallen die Kosten auch geringer aus, als in einem Heim. Überdies bieten die meisten Anbieter einen sofortigen, kostenlosen Wechsel der Betreuungskraft an, wenn die Senioren mit dieser nicht zufrieden sind. In einem Pflege- oder Altenheim gibt es diese Option meist nicht, da die Betroffenen einer festen Kraft zugeteilt werden. Überdies kann die betroffene Person in seinem gewohnten Umfeld bleiben und seinen Alltag zu einem gewissen Grad selbst gestalten. Man ist nicht abhängig von Dienstplänen, Essens- und Ruhezeiten. Das selbstbestimmte Leben wird nicht eingeschränkt und die gesellschaftliche Teilnahme wird weiterhin gewährleistet. In einem Pflege- oder Altenheim fühlen sich viele Senioren eher alleine und von der Außenwelt abgeschirmt.

 

Solide Seniorenbetreuung – Ein Zeichen gegen den demographischen Wandel

Nach Meinung vieler Experten können wir heute im Jahr 2016 schon die Auswirkungen des demographischen Wandels in Deutschland spüren. Die Struktur der Bevölkerung befindet sich in einer Transformationsphase. In der Zukunft wird uns diese Entwicklung vor größere Herausforderungen stellen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wird die Einwohnerzahl Deutschlands auf 75 Millionen gesunken sein. Schuld daran sind die sinkenden Geburtenraten.

Durch medizinische Fortschritte konnte in den letzten Jahren auch ein höheres Lebensalter ermöglicht werden. Diese Entwicklung setzt sich fort. Dadurch kommt auf die nächste Generation ein viel höherer Pflegeaufwand zu, als auf unsere heutige Gesellschaft. Dies sind keineswegs abstrakte Vorstellungen, sondern sichere Entwicklungen unserer Zukunft. Aus diesem Grund werden die häusliche Betreuung und Pflegekräfte immer mehr an Bedeutung gewinnen und zu einem Grundpfeiler unserer Gesellschaft werden.

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